Herzlich Willkommen bei GEMEINSAM für Bebra

Die Kommunalwahl 2016 ist vorbei, alle Stimmzettel sind ausgezählt, Prozente, Sitze und die gewählten Personen stehen fest. Es ist also auch bei GEMEINSAM für Bebra an der Zeit, eine kurze Wahlnachlese mit Rückblick auf die letzten Jahre Kommunalpolitik und einer Perspektive für die Zukunft abzugeben:

"Bürgerwille verdient Respekt" - dieser Slogan zur Wahl stammt nicht von GEMEINSAM für Bebra, sondern von einer konkurrierenden Wählergruppe. Die Kommunalwahl 2016 in Bebra hat einen eindeutigen Bürgerwillen demonstriert: 86,3% der Stimmen oder 32 von 37 Sitzen in der Stadtverordnetenversammlung gingen zusammen an CDU, SPD und GEMEINSAM. Dies sind die drei etablierten und größten politischen Gruppierungen, die in den letzten 10 Jahren fast immer konstruktiv zusammengearbeitet haben. In diesen letzten 10 Jahren sind überwiegend gemeinschaftlich viele wegweisende Projekte realisiert oder auf den Weg gebracht worden und haben Bebra positiv verändert: Umbau der Innenstadt incl. be!, Bahnhofsmodernisierung, Erhalt des Lokschuppens und des Inselgebäudes, Wohnplätze für Senioren, Spielplätze für Kinder usw.. Am Gelingen dieser Projekte waren sehr, sehr viele Menschen beteiligt: Die beiden Bürgermeister, städtische Mitarbeiter in Verwaltung und Bauhof, Magistrat, Stadtverordnete, SEB, Visionäre, Förderer, Unterstützer und viele Ehrenamtliche in den Vereinen.

Bei der Bürgermeisterwahl 2013 sah es zunächst so aus, dass die Wähler diese Entwicklung nicht honorieren, denn keine Kandidatin bzw. kein Kandidat der drei großen Gruppierungen konnte die Wahl gewinnen, sondern Uwe Hassl als Parteiloser setzte sich mit großem Vorsprung durch. Ein Unabhängiger als Bürgermeister schien vielen Bürgern zunächst als die beste Lösung für die Stadt. Doch seitdem sind über 2 Jahre vergangen und statt Optimismus hat sich Ernüchterung  breitgemacht - statt Einigkeit, Vermittlung und Kompromissen drohen Spaltung und zuletzt die Angst vor "Heringer Verhältnissen". Die letzten Monate waren begleitet von immer schrilleren Tönen in den Medien und sozialen Netzwerken. Persönliche Anfeindungen, Verschwörungstheorien, Populismus, gegenseitige Schuldzuweisung sowie Selbstdarsteller auf allen Seiten haben dem politischen Klima und der Kultur des Miteinanders in Bebra massiv geschadet. Wir haben uns ganz bewusst nicht daran beteiligt, denn es besteht Gefahr für die positive Entwicklung der Stadt.

An diesem Punkt haben die Wählerinnen und Wähler die Reißleine gezogen und mit großer Mehrheit die "Altparteien" bzw. die Protagonisten der letzten beiden Legislaturperioden bestärkt. "Bürgerwille verdient Respekt" - die nächsten 5 Jahre bieten Gelegenheit, ihn umzusetzen. Statt Spaltung, Selbstdarstellung und Alleingängen Einzelner sollten Teamwork, Vertrauen, Wertschätzung und humaner Umgang miteinander im Vordergrund stehen.

Die Aufgaben von GEMEINSAM für Bebra werden auch in Zukunft die gleichen wie schon in den letzten 10 Jahren sein:

- zwischen den politischen Gruppierungen und dem Bürgermeister zu moderieren

- die Kräfteverhältnisse in Stadtverordnetenversammlung und Magistrat auszubalancieren

- eine sachorientierte und vernunftbetonte Politik zu fördern

- Mehrheiten für sinnvolle Projekte zu sichern, egal wer sie auf den Weg gebracht hat

- Transparenz durch öffentliche Fraktionssitzungen und Bürgerbeteiligung zu schaffen

Die Ausgangslage vor der neuen Legislaturperiode ist schwierig, die nächsten Jahre werden eine Herausforderung für uns und alle anderen politisch Aktiven. Die Gräben sind weit aufgerissen, aber - und jetzt kommt unser eigener Slogan ins Spiel: "Wir kuscheln nicht nur, es kommt auch etwas dabei raus"

In diesem Sinne danken wir unseren Wählerinnen und Wählern ganz herzlich für das Vertrauen in GEMEINSAM. Der Stimmenzuwachs von 14,8 % (2011) auf 16,4 % (2016) bestärkt uns auf unserem eingeschlagenen Weg und wird uns helfen, Bebra auch in den nächsten 5 Jahren voranzubringen.